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Konfliktmoderation

»Inmitten der Schwierigkeit liegt die Möglichkeit!« Albert Einstein

Wenn wir in der Rolle eines externen neutralen Moderators angefragt werden, um bei der Lösung einer Konfliktsituation zu unterstützen, sind die Konflikte zwischen den Beteiligten häufig schon länger vorhanden. In der Regel haben auch Schlichtungsversuche innerhalb der Organisation noch nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt. Sind die Positionen bereits verhärtet und prägen die Emotionen den Konflikt besonders stark, ist es wichtig, diese zu thematisieren und vorrangig zu behandeln.

Eine Konfliktlösung kann auch moderiert nur dann gelingen, wenn die beiden Konfliktparteien freiwillig bereit sind, an der Konfliktlösung zu arbeiten und sie sich an die vorab festgelegten Spielregeln halten. Der Vorteil einer moderierten Konfliktmoderation liegt darin, dass der Austausch miteinander „entschleunigt“ wird und der bzw. die ModeratorIn durch seine bzw. ihre Intervention dazu beiträgt, dass Konflikteskalationsdynamiken nicht entstehen oder frühzeitig unterbrochen/-bunden werden.

Die Chance einer guten Konfliktlösung besteht darin, ein besseres Verständnis füreinander zu entwickeln und die eigenen sowie die Bedürfnisse des Gegenübers zu erkennen. Auf Basis der transparenten Bedürfnisse, Ziele und Interessen werden häufig mehr Lösungsoptionen sichtbar und möglich. Allerdings kann nicht jeder Konflikt gelöst werden und in Einzelfällen gibt es nur die Möglichkeit, dass eine der beiden Konfliktparteien das Konfliktfeld verlässt oder eine übergeordnete Instanz über eine Anweisung eine Entscheidung trifft.

Deutlich häufiger besteht am Ende eines Konfliktmoderationsprozesses jedoch ein stärkeres Bewusstsein über Verhalten, die zu einer positiven Konfliktkultur beitragen. Auch Konflikte in der Zukunft – die es immer geben wird – können so besser intern gelöst werden.

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